Cosma-Firmengruppe: Insolvenz und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs

Bereits seit dem Jahr 2015 ermittelten die Strafverfolgungsbehörden gegen die Verantwortlichen der „COSMA-Unternehmensgruppe“ wegen verschiedenster Straftatbestände. Die COSMA-Unternehmensgruppe hat Anlegern fragwürdige Goldgeschäfte vermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen der Ermittlungen bereits Goldbestände der Anleger beschlagnahmt und Räumlichkeiten der Unternehmensgruppe durchsucht. Über das Vermögen von drei Unternehmen der COSMA Unternehmensgruppe wurde das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Rechtsanwälte Wöhrle & Schick haben gegen die Verantwortlichen der COSMA Unternehmensgruppe Strafanzeige gestellt und Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Mannheim beantragt, um die Vorgänge für die Mandanten aufzuklären. Weiterhin drängen wir für unsere Mandanten gegenüber der Staatsanwaltschaft auf Herausgabe der beschlagnahmten Goldbestände, um weitere Schäden für unsere Mandanten abzuwehren. Darüber hinaus werden wir Schadensersatzansprüche gegenüber den Vermittlern und den Hauptverantwortlichen bei COSMA geltend machen. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens ist es für betroffene Anleger wichtig mögliche Aussonderungsrechte nach § 47 ff. Insolvenzordnung geltend zu machen und damit zu vermeiden, dass die eigenen Goldbestände  Bestandteil der Insolvenzmasse werden. Hierbei wird vom Insolvenzverwalter die Herausgabe (Aussonderung) des Goldes beansprucht.

Betroffene Anleger sollten zeitnah handeln, um mögliche Schadensersatzansprüche zu sichern und die Herausgabe von beschlagnahmtem Gold bei der Staatsanwaltschaft und zu gegebener Zeit beim Insolvenzverwalter zu erwirken.

Nutzen sie unsere kostenfreie Ersteinschätzung

Wir bieten betroffenen Anlegern darüber hinaus an, sich kostenfrei in der von uns gegründeten „Interessengemeinschaft COSMA Deutschland AG“ registrieren zu lassen. In dieser Interessengemeinschaft bündeln wir die Interessen der Anleger und informieren unsere Mandanten über berichtenswerte neue Entwicklungen per E-Mail. Diese Interessengemeinschaft ist für Sie mit keinerlei Kosten verbunden und völlig unverbindlich.

Zur Registrierung genügt es, wenn Sie unser Kontaktformular ausfüllen und zusenden.

Angebliche Sammelklage / Ablenkungsmanöver der Vermittler und Cosma Verantwortlichen

Zwischenzeitlich haben uns eine Reihe von Mandanten darüber informiert, dass sie von Ihren Vermittlern und von Cosma-Mitarbeitern kontaktiert wurden und diesen der Vorschlag unterbreitet wurde eine Rechtsanwaltskanzlei aus Jena mit der Interessenwahrnehmung zu beauftragen. Wir raten unseren Mandanten von der Einschaltung einer solchen Kanzlei ab, die ganz offensichtlich dem Lager Cosma-Verantwortlichen und Vermittler zuzurechnen ist. Unseres Erachtens dient das Ganze lediglich dazu von der eigenen Verantwortlichkeit abzulenken und somit Anleger von der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen abzuhalten.

Neuerdings wird von Vermittlern auch eine Kanzlei in Mannheim empfohlen. Im Hintergrund soll dies durch den ehemaligen sog. „Rechtsabteilungsleiter“ der COSMA-Gruppe, hierbei handelt es sich um einen Rechtsanwalt aus Stutensee, organisiert werden. Im Internet finden sich bezüglich dieses Rechtsanwalts eine Reihe von negativen Bewertungen. Auch dies halten wir für ein ganz offensichtliches Ablenkungsmanöver. Betroffene Anleger sollten unseres Erachtens unabhängige Fachanwälte des Bank- und Kapitalmarktrechts zur Sicherung Ihrer Ansprüche beauftragen.

Weitere Details:

21.12.2016: Razzia durch Staatsanwaltschaft Mannheim

Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim (Schwerpunktabteilung Wirtschaftskriminalität) in einer Pressemitteilung vom 21.12.2016 mitteilt, fanden vor den Weihnachtsfeiertagen eine Reihe von Durchsuchungsmaßnahmen in den Büroräumlichkeiten der COSMA-Firmengruppe (COSMA Deutschland AG, COSMA Service GmbH und COSMA Verwaltungs GmbH) statt.

Hintergrund hierfür ist, dass gegen mehrere Hauptverantwortliche der Unternehmensgruppe wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges Ermittlungsverfahren geführt werden. Einer der Hauptverantwortlichen wurde sogar in Untersuchungshaft genommen.

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim

Der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft ist zu entnehmen, dass diese den Verantwortlichen vorwirft, seit Ende 2014 Anleger durch unzutreffende Angaben im Hinblick auf die Sicherheit und die zu erwartende Rendite der vertriebenen Goldanlagemodelle getäuscht zu haben. Die Unternehmensgruppe hatte von Anlegern Kapital eingesammelt und ihnen versprochen, dieses zu 70 % in physischem Gold anzulegen. Das übrige Kapital sollte in das Umlaufvermögen der Unternehmensgruppe übertragen werden, um damit die versprochene Rendite von 8 % pro Jahr zu erzielen.

Nach dem Erkenntnisstand der Staatsanwaltschaft gibt es konkrete Erkenntnisse, dass das Kapital der Anleger nicht in der versprochenen Höhe zum Kauf von Gold verwendet wurde bzw. soweit Gold erworben wurde, dieses nicht in der vertraglich zugesagten Höhe als Sondervermögen für die einzelnen Anleger verwahrt wurde. Die Staatsanwaltschaft Mannheim teilte weiter mit, dass bis dato ein tragfähiges Konzept zur Erwirtschaftung der den Anlegern zugesagten Rendite nicht feststellbar sei.

Es ist zu befürchten, dass Anlegern aufgrund der dramatischen Entwicklung ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals droht.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Mannheim gehen wir davon aus, dass Schadensersatzansprüche gegenüber den Verantwortlichen aufgrund des im Raume stehenden Betruges durchgesetzt werden können.

Zur Sicherung dieser Ansprüche und zur Vermeidung des Beiseiteschaffens von Vermögen durch die Hauptverantwortlichen der Cosma-Unternehmensgruppe empfehlen wir unseren Mandanten die Einleitung eines Arrestverfahrens und die Erwirkung eines Arrestbefehls. Hierdurch kann der Anleger eine schnellen Tittel erwirken, aus dem in das gesamte Vermögen der Verantwortlichen vollstreckt werden kann. Hierbei stehen wir Ihnen gerne zur Seite und leiten die notwendigen Schritte ein.

Desweiteren sollte gegenüber der Staatsanwaltschaft und dem Insolvenzverwalter die Herausgabe von beschlagnahmten Gold verlangt werden.

Anleger sollten durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen, ob Schadensersatzansprüche auch gegenüber den beratenden Vermittler geltend gemacht werden können.

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14.12.2016: Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens

Am 14.12.2016 wurde mit Beschlüssen des Amtsgerichts Karlsruhe (Insolvenzgericht ) das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der folgenden Unternehmen der Cosma-Unternehmensgruppe eröffnet:

  1. COSMA Deutschland AG (AZ: 101 IN 1026/16 – Insolvenzverwalter Holger Blümle
  2. COSMA Service GmbH ( AZ: 101 IN 1027/16 – Insolvenzverwalter Tobias Hirter
  3. COSMA Verwaltungs GmbH (101 IN 1028/16 Insolvenzverwalter Harald Kroth

Betroffenen Anlegern ist anzuraten nach Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens Ansprüche und Forderungen bei dem zuständigen Insolvenzverwalter zu Insolvenztabelle anzumelden. Da es bei der Anmeldung häufig zu Fehlern kommt und hierdurch mögliche Ansprüche verloren gehen können, empfehlen wir, zur Vermeidung von Nachteilen, auch hier die Einholung anwaltlicher Hilfe.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche.

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