Fidentum GmbH (Hamburg) stellt Insolvenzantrag – BaFin Verbot für Lombardium = Hohe Verluste für Anleger (SchroederLombard, LombardPlus, LombardClassic 1-3 ) zu befürchten

Anleger, die sich über die Fidentum GmbH an der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (diese hat bereits Insolvenz angemeldet) bzw. der LombardClassic3 GmbH & Co. KG als stille Gesellschafter beteiligt haben, müssen hohe Verluste befürchten. Über das Vermögen der Fidentum GmbH wurde wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet (siehe Beschluss vom 17.12.2015). Weiterhin wurde der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG mit Bescheid vom 04.12.2015 durch de BaFin die weitere Vergabe von Lombardkrediten verboten und die Abwicklung der Darlehensverträge angeordnet. Dadurch ist dem gesamten Geschäftsmodell die Basis entzogen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg betroffenen Anlegern Ihre Zahlungsansprüche gegen die Fondgesellschaft und Vermittler mit anwaltlicher Hilfe geltend zu machen.

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Aktuell:

23.08.2016: Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG stellt Insolvenzantrag

Mit Beschluss vom 23.08.2013 wurde Herr Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler (Chemnitz, Tiefenbacher Insolvenzverwaltung) zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG bestellt. Es wird somit zunächst das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft durchgeführt. Damit steht fest, dass Anleger mit hohen Verlusten rechnen müssen. Wie hoch die Insolvenzquote für die Anleger sein wird, lässt sich momentan noch nicht absehen. Unsere Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die Insolvenzmasse in solchen Verfahren nicht annähernd ausreicht, um die Forderungen aller Gläubiger zu befriedigen.

Eine Anmeldung der Forderungen im Insolvenzverfahren ist erst möglich, wenn dieses eröffnet ist. Wann dies der Fall sein wird, steht noch nicht fest. Grundsätzlich kann diese Anmeldung auch durch den Gläubiger/Anleger persönlich erfolgen. Ein Anwaltszwang ist hier nicht gegeben. Allerdings besteht häufig die Gefahr, dass Anmelde- und Begründungsfehler zur Unwirksamkeit der Anmeldung führen können. Solche Fehler lassen sich durch anwaltliche Hilfe vermeiden.

Aufgrund der Tatsache, dass die Quoten im Insolvenzverfahren erfahrungsgemäß häufig relativ niedrig sind, ist betroffenen Anlegern weiter anzuraten, die drohenden Verluste nicht  hinzunehmen und prüfen zu lassen, ob Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater aufgrund einer fehlerhaften Anlageberatung und gegen die Verantwortlichen wegen Prospekthaftung und unerlaubter Handlung durchgesetzt werden können (siehe unten Punkte 3. und 4.).

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14.06.2016:Durchsuchung / Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Verantwortliche 

Nach einem Bericht der Hamburger Morgenpost und der Stiftung Warentest wurden Büroräume durchsucht. Ermittelt wird von der Hamburger Staatsanwaltschaft nach Angaben der Hamburger Morgenpost gegen neun Beschuldigte der Lombardium GmbH und der Fidentum GmbH wegen des Verdachts des systematischen Anlagebetrugs und des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz. Anleger sollten jetzt die notwendigen Schritte zur Sicherung ihrer Ansprüche gegen die Verantwortlichen einleiten einleiten.

Laut Staatsanwaltschaft Hamburg besteht der Verdacht, dass die Gelder der Anleger zweckwidrig verwendet wurden.

02.05.2016: Desaster bei Bewertung der Pfandgüter Kapital der Anleger vernichtet

Zwischenzeitlich liegt auch das Ergebnis der Bewertung der Pfandgüter durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor. Das Ergebnis dieser Bewertung ist ernüchternd und ein Desaster für die Anleger. Bei LombardClassic 2 kommt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis, dass die Summe der Pfandgüter zum Bewertungsstichtag lediglich 4,7 bis 7, 9 Mio Euro beträgt. Dies kommt einem Totalverlust gleich. Je nach Wertgegenstand sollten 20-50 % des Verkehrswertes als Darlehen ausgegeben werden. Im Ergebnis sollten die Darlehen demnach mit rund 200 % besichert sein. Vorliegend ist davon auszugehen, dass rund 112 Mio Euro an die Lombardium Hamburg als Darlehen gegeben wurde. Bei ordnungsgemäßer und prospektgemäßer Durchführung des Pfandgeschäfts müssten die Werte der Pfandgüter zwischen 224 – 256 Mio Euro und nicht bei 4,7 bis 7, 9 Mio Euro liegen. Hier wurde offensichtlich im Großen Maßstab schuldhaft Kapital vernichtet. Dies sollten Anleger nicht hinnehmen, sondern jetzt Schritte zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen einleiten.

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Erste Schritte zur Sicherung von Ansprüchen / Interessengemeinschaft

1. Interessengemeinschaft

Wir bieten betroffenen Anlegern zunächst an, sich kostenfrei in der von uns gegründeten Interessengemeinschaft „LombarClassic-Geschädigte“ registrieren zu lassen. In dieser Interessengemeinschaft bündeln wir die Interessen der Anleger und informieren unsere Mandanten über berichtenswerte neue Entwicklungen per E-Mail. Diese Interessengemeinschaft ist für Sie mit keinen Kosten verbunden.

Zur Registrierung genügt es, wenn Sie unser Kontaktformular ausfüllen.

Desweiteren raten wir unseren Mandanten momentan zumindest folgende Schritte bzw. Prüfungen einzuleiten bzw. vorzunehmen:

2. Widerspruch gegen Mahnbescheid

Hinsichtlich der massenhaft versandten Mahnbescheide der Fondsgesellschaften raten wir unseren Mandanten derzeit an, Widerspruch einzulegen. Es wird insoweit von den Fondsgesellschaften behauptet, dass die Zahlungen an die Gesellschafter nicht durch entsprechende Gewinne gedeckt waren und es sich bei den Ausschüttungen um eine sog. Einlagenrückgewähr gehandelt habe. Nach unseren Dafürhalten hätten an die Anleger nur tatsächliche Gewinne ausgeschüttet werden dürfen. Ausschüttungen ohne tatsächlichen Gewinn sind nach dem Gesellschaftsvertrag unseres Erachtens unzulässig.  Im Ergebnis ist es wohl so, dass die Gesellschaften Auszahlungen vorgenommen haben, die keine Grundlage im Gesellschaftsvertrag finden. Es wurden somit durch die Geschäftsführungen offensichtlich Zahlungen vorgenommen, obwohl diese Kenntnis davon hatte, dass diese Zahlungen unzulässig sind. Durch diese von der Geschäftsführung in Kenntnis der fehlenden Grundlage vorgenommenen Auszahlungen seien die Anleger ungerechtfertigt bereichert. Nach § 813 BGB gilt jedoch, dass wenn der Leistende gewusst hat, dass er zur Leistung nicht verpflichtet ist, er das Geleistete nicht zurückfordern kann. Dieser Grundsatz müsste unserer Ansicht nach auch hier gelten, so dass den Mahnbescheiden schon  aus diesem Grunde die rechtliche Grundlage fehlt. Gerne unterstützen wir Sie bei der Einlegung des Widerspruchs.

3. Außerordentliche Kündigung

Anleger sollten in Betracht ziehen, eine fristlose außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grunde auszusprechen. Grundlage hierfür könnte die Tatsache sein, dass dem gesamten Geschäftsmodell aufgrund der Entscheidung der BAFin zumindest momentan die Grundlage entzogen wurde und es den Anlegern nicht weiter zuzumuten ist, an der Beteiligung festgehalten zu werden. Gleichzeitig wäre in diesem Fall die Beteiligungsgesellschaft aufzufordern das Guthaben auf dem Kapitalkonto auszuzahlen. Durch die außerordentliche Kündigung wandelt sich das Gesellschaftsverhältnis in ein Rückabwicklungsverhältnis um, so dass Rückzahlungsansprüche der Fondsgesellschaften nicht mehr isoliert geltend gemacht werden können.  Wenn die Kündigung richtig erklärt wird, gilt eine sog. Durchsetzungssperre.

Diesbezüglich ist uns bekannt, dass bei allen Gesellschaftern zwischenzeitlich Schreiben der Beteiligungsgesellschaft eingegangen sind, in welchen versucht wird, die Anleger zu beruhigen. Im Interesse der Anleger, ist zu hoffen, dass sich die Hoffnung der Geschäftsführung erfüllt. Wir sind hier allerdings nicht so optimistisch und befürchten, dass es keine positive Entwicklung geben wird. Daher sollte man aus unserer Sicht schon jetzt die notwendigen Schritte einleiten und sich so möglicherweise im Vergleich zu untätigen stillen Gesellschaftern besser stellen.

4. Vorgehen gegen Vermittler der Beteiligung

Weiterhin sehen wir als weiteren Ansatzpunkt für Betroffene Anleger die Möglichkeit, bei einer eventuellen Falschberatung durch den Vermittler, Schadensersatzansprüche gegen diese durchzusetzen. So ist uns bekannt, dass oftmals die Risiken der Anlage, wie zum Beispiel das Fungibilitätsrisiko, die Nachrangigkeit im Insolvenzverfahren (Nachrangrisiko), der Rangrücktritt, die fehlende Einlagensicherung und die Beschränkung der Informationsrechte als stiller Gesellschafter nicht richtig oder überhaupt nicht dargestellt wurden. Weiterhin wurde den Kunden durch die Vermittler der Emissionsprospekt (rund 100 Seiten) oftmals erst im Beratungsgespräch oder danach übergeben. Dies ist nach der eindeutigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu spät, so dass der Anlageberater nicht auf die Ausführungen im Prospekt verweisen kann. Wenn Sie nicht richtig aufgeklärt wurden, stehen Ihnen Schadensersatzansprüche zu. Inwieweit eine Falschberatung vorliegt, müsste im Einzelfall geprüft werden.

5. Vorgehen gegen Verantwortliche bei Fidentum u. Lombard aufgrund fehlender Erlaubnis zu Finanzdienstleistungen gemäß §§ 823 Abs 2 BGB i.V.m. 54 Abs 1 Nr. 2, 32 Abs. 1 S.1 KWG und aus Prospekthaftung

Aufgrund der Tatsache, dass hier offensichtlich ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin gehandelt wurde, können unseres Erachtens Ansprüche gegenüber den Verantwortlichen in Betracht kommen.  So sehen wir aussichtsreiche Ansatzpunkte für ein Vorgehen gegen die Gründungsgesellschafter des Fonds (Robin Miethe und Lombardium Hamburg GmbH & Co KG). Der Emissionsprospekt enthält keinerlei Hinweise auf die fehlende Erlaubnis zur Vornahme von Pfanddarlehengeschäften. Die Gründungskommanditisten des Fonds hätten die Anleger über das mit dem Beitritt verbundene Risiko und die fehlende Erlaubnis richtig und vollständig aufklären müssen. Dies erfolgte nicht. Die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich Ermittlungen aufgenommen hat zeigt, dass möglicherweise auch Ansprüche aufgrund unerlaubter Handlung gegen die Verantwortlichen der Gesellschaften durchgesetzt werden können.

Herr Rechtsanwalt Wöhrle von der Rechtsanwaltskanzlei Wöhrle & Schick ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und ist Ihr Ansprechpartner in diesem Bereich. Er informiert Sie gerne über das mögliche weitere Vorgehen und Ihre möglichen Ansprüche. Rufen Sie uns einfach unter der Nummer 0671/2983260 an oder senden Sie eine E-Mail an woehrle@ws-anwaelte.de.

Im Rahmen unserer unverbindlichen und kostenfreien Ersteinschätzung informieren wir Sie über Ihre rechtlichen Möglichkeiten zur Sicherung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Wir zeigen Ihnen den effektivsten und kostengünstigsten Weg auf.

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Durch die Übersendung des Anlegerfragebogens ermöglichen Sie uns Ihnen eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihres Falles zu geben.

Gerne übernehmen wir für Sie kostenlos auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtschutzversicherung, soweit eine solche besteht. Wir stehen Ihnen jederzeit für Rückfragen zur Verfügung und helfen Ihnen gerne.

Geschäftsmodell

Die Fidentum GmbH wurde im Jahr 2009 in Hamburg gegründet. Sie hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Beteiligungsmodellen für Privatanleger und institutionellen Anlegern spezialisiert. Unter anderem entwickelte die Fidentum GmbH Beteiligungsmodelle in Zusammenarbeit mit der Lombardium Hamburg GmbH Co. KG.

Anleger konnten sich hierbei über eine Beteiligung als stiller Gesellschafter an einer Beteiligungsgesellschaft (Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG / LombardClassic 3 GmbH & Co. KG) mittelbar an dem Kreditgeschäft der Lombardium Hamburg GmbH Co. KG beteiligen.

Die Lombardium Hamburg GmbH Co. KG war im Bereich der Vergabe von Pfandkrediten durch Beleihung hochwertiger Vermögensgegenstände an Dritten tätig. Weiterhin belieh die Lombardium Hamburg GmbH Co. KG nach Angaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Inhabergrundschuldbriefe und Inhaberaktien. Anlagemodelle der Lombardium Hamburg GmbH Co. KG waren:

SchroederLombard
LombardPlus
LombardClassic LombardClassic 2
LombardClassic 3

Das eingeworbene Kapital der betroffenen Anleger sollte durch Kreditvergabe an die Lombardium Hamburg GmbH Co. KG angelegt werden.

BaFin Verbot für die Lombardium und Insolvenz der Fidentum

Am 07.12.2015 hat die BaFin bekanntgegeben, dass der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG mit Bescheid vom 04.12.2015 aufgegeben wurde, dass betriebene Kreditgeschäft einzustellen und die Darlehensverträge unverzüglich abzuwickeln. Grund hierfür war, dass die Lombardium Hamburg GmbH Co. KG ihr Kreditgeschäft ohne die hierfür notwendige Erlaubnis der BaFin betrieben hat.

Ebenfalls am 04.12.2015 hat die Fidentum GmbH Insolvenzantrag beim zuständigen Insolvenzgericht Hamburg gestellt. Am 17.12.2015 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fidentum GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet (AZ: 67 c IN 473/15).

Somit ist dem gesamten zugrundeliegenden Geschäftsmodell die Basis entzogen und den Anlegern droht der Verlust ihres Kapitals. Das BaFin-Verbot gefährdet in erheblichem Maße die Rückzahlung, der durch die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG an die Lombardium Hamburg GmbH Co. KG vergebenen Kredite. Sollten diese Darlehen aufgrund der zu befürchtenden Probleme bei der Lombardium Hamburg GmbH Co. KG nicht zurückgeführt werden können, hätte dies gravierende Einbußen bei den Anlegern zur Folge.

Die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG reagiert inzwischen auch nicht mehr auf Anfragen der Anleger und bereits avisierte Zahlungen an die Anleger wurden nicht geleistet. Darin zeigt sich die wohl dramatische finanzielle Situation.

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