Geschlossene Immobilienfonds

Erscheinungsformen

Geschlossene Immobilienfonds werden in der Regel als sog. Betreibermodelle oder als Immobilien-Leasingfonds konzipiert. Bei geschlossenen Immobilienfonds, die als Betreibermodell konzipiert sind, erwirbt die Fondsgesellschaft (meist eine GmbH & Co. KG oder GbR) Eigentum an einer oder mehrerer Immobilien. Investiert wird zum Beispiel in Wohn- oder Gewerbeimmobilien, in Bestandsimmobilien oder Neubauprojekte. Die Fondsgesellschaft als Eigentümerin vermietet dann diese Immobilie. Der Anleger selbst beteiligt sich mit seiner Anlagesumme an der Fondsgesellschaft. Bei der GmbH und Co. KG (Kommanditgesellschaft) entweder als Direktkommanditist über einen Treuhänder als Treugeber. Im Idealfall soll die Rendite aus der Vermietung der Immobilie erzielt werden.

Immobilien-Leasingfonds sind geschlossene Immobilienfonds, die die Immobilien nicht vermieten, sondern Leasingverträge mit den Nutzern schließen. Dieser scheinbar kleine Unterschied hat zur Folge, dass die Fondsgesellschaft im Vergleich zum Betreibermodell geringere Risiken übernimmt. Durch den Immobilienleasingvertrag übernimmt der Nutzer in weitem Umfang die Risiken des Objekts.

Geschlossene Immobilienfonds unterscheiden sich von den offenen Immobilienfonds im Wesentlichen dadurch, dass die Investition jeweils von vornherein auf ein von der Fondsgesellschaft zu erwerbendes bzw. zu errichtendes Immobilienprojekt begrenzt ist. Fondsanteile können mithin nur so lang gezeichnet werden, bis die für das Projekt erforderliche und im Voraus festgelegte Anlagesumme aufgebracht ist. Wird die Zeichnungssumme oder ein bestimmtes Datum erreicht, wird der Fonds geschlossen und die Ausgabe von Fondsbeteiligungen eingestellt (sog. „closed end funds“).

Risiken für den Anleger

Die Anleger sind Mitunternehmer und gehen ein sogenanntes unternehmerisches Risiko ein. Sie sind als Mitunternehmer am Erfolg, aber auch am Misserfolg der Fondsgesellschaft beteiligt. Bei der Beteiligung als Kommanditist einer Kommanditgesellschaft kann der Anleger sein investiertes Kapital verlieren (Totalverlustrisiko). Bei der Beteiligung an einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) haftet der Anleger unbegrenzt mit seinem gesamten Privatvermögen. Es kann somit für den Anleger sogar zu Nachschusspflichten kommen, die über das investierte Kapital hinausgehen.

Anlagevermittler und auch die vermittelnden Banken, treffen abhängig vom Einzelfall verschiedene Informations- und Aufklärungspflichten. Leider werden diese Aufklärungspflichten jedoch von den Vermittlern und Banken nicht immer erfüllt und die Risiken der Kapitalanlage werden den Anlegern nicht oder nur unzureichend mitgeteilt.

Faktoren und Risiken, die die Beteiligung und die Immobilie betreffen können, unter anderem sein:

  • Totalverlustrisiko,
  • Altlasten (Bodenverunreinigungen o.ä.)
  • Lage und Nutzbarkeit / Nachbarsituation
  • Vermietbarkeit /Leerstände/ Mietpreisentwicklung
  • Weiterveräußerungsmöglichkeiten hinsichtlich der Immobilie
  • Eingeschränkte Fungibilität (Veräußerungsmöglichkeit) der Beteiligung mangels eines geregelten Marktes
  • unrealistische Prognosen in den Emissionsprospekten hinsichtlich der Mietpreise
  • Mietpreisgarantien

Eine Nichtaufklärung über diese und andere Risiken bzw. Umstände kann dazu führen, dass Sie als betroffener und geschädigter Anleger Schadensersatzansprüche erfolgreich durchsetzen könnten.

Unsere Erfahrung zeigt leider, dass eben über viele für die Anlageentscheidung relevanten Punkte und Risiken oftmals nicht aufgeklärt wurde. Das Gegenteil ist oftmals der Fall. Über die Postbank zum Beispiel schrieb der Stern in einem Bericht vom 24.09.2013 unter anderem, dass die Finanzberater unbedarfte Anleger wohl zum Teil zu Fonds und Zertifikaten gedrängt haben sollen, da diese ihnen Provisionen einbringen oder es sich um Anlageformen handelt, die die Bank gerade verkaufen will. Nach diesem Bericht verloren Hunderte von Kunden durch „unsinnige Anlagefonds“ ihr Erspartes. Dies deckt sich leider auch mit unseren Erfahrungen und wir sind der Auffassung, dass sich betroffene Anleger gegen die Falschberatung zur Wehr setzen sollten.

Unsere Rechtsanwälte stehen Ihnen hierbei zur Seite. Wir haben die jahrelange Erfahrung im Kapitalanlagerecht, um Ihre Rechte professionell und effektiv durchzusetzen. Unsere Rechtsanwälte und Steuerberater prüfen, ob Ihnen Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen zustehen und setzen diese dann auch für Sie durch.

Nutzen Sie unsere unverbindliche und kostenfreie Erstberatung bezüglich Ihres Falles. Rufen Sie uns einfach an oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Nutzen Sie auch unseren Anlegerfragebogen, den Sie bequem am Computer ausfüllen können. Wir antworten Ihnen umgehend. Gerne übernehmen wir für Sie kostenlos auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtschutzversicherung, soweit eine solche besteht.