Volkswagen AG: Schadensersatz für Aktionäre wegen unterlassener Kapitalmarktinformationen

Der Abgasskandal bei Volkswagen um manipulierte Abgaswerte zieht immer weitere Kreise und der Schaden für Aktionäre nimmt verheerende Ausmaße an. Der Kurs lag teilweise unter 96,00 €. Viele unserer Mandanten haben bei Kursen um 200,00 € Aktien erworben und haben über die Hälfte ihres Kapitals verloren. Aktionäre müssen diese Verluste jedoch nicht hinnehmen. Aufgrund der offensichtlichen Manipulationen und der unterlassenen Information der Öffentlichkeit können geschädigte Aktionäre Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht der Kanzlei Wöhrle & Schick haben bereits ein Reihe von Klagen gegen Volkswagen wegen unterlassener Veröffentlichung von Insiderinformationen und Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) beim zuständigen Landgericht Braunschweig eingereicht. Schadensersatzansprüche ergeben sich unter anderem aus § 37 b WpHG.

Update 08.03.2017: Musterverfahren vor dem OLG Braunschweig ist eröffnet. Anmeldung zum Musterverfahren jetzt möglich.

Das Oberlandesgericht Braunschweig hat mit Beschluss vom 08.03.2017 bekannt gegeben, dass ein Musterkläger bestimmt wurde und das Musterverfahren gegen die Volkswagen AG im Zusammenhang mit dem Dieselskandal nun eröffnet wurde. Die Bekanntmachung des Oberlandesgerichts Braunschweig können Sie hier einsehen.

Die Eröffnung des Musterverfahrens ermöglicht es Betroffenen Aktionären kostengünstig und effizient Ihre Schadensersatzansprüche zu sichern, ohne selbst Klage einreichen zu müssen. Durch die Anmeldung der Forderungen im Musterverfahren können Sie den Eintritt der Verjährung Ihrer Ansprüche verhindern. Im Hinblick darauf, dass damit zu rechnen ist, dass sich das Verfahren gegen die Volkswagen AG bezüglich des Dieselskandals mehrere Jahre hinziehen wird, wird es für eine Verfolgung von Ansprüchen gegenüber der Volkswagen AG erst nach dem Ende des Musterverfahrens sicherlich zu spät sein. Durch die Anmeldung der Ansprüche im Musterverfahren können Sie diese drohende Verjährung gewisser Ansprüche zunächst vermeiden und sind nicht gezwungen eine eigene Klage einzureichen. Gerne können wir Ihnen kostenfrei die Vor- und Nachteile der Teilnahme an dem Musterverfahren im Wege der Anmeldung aufzeigen.

Nutzen Sie unsere kostenfreie Ersteinschätzung

Wie Sie der Bekanntmachung entnehmen können, können Ansprüche gegen die Volkswagen AG nur innerhalb einer Frist von sechs Monaten ab Bekanntmachung des Musterverfahrens schriftlich beim Oberlandesgericht angemeldet werden. Die Anmeldung kann nur durch einen Rechtsanwalt innerhalb dieser Frist erfolgen.

Wenn Sie unsere Beratung und Unterstützung im Rahmen des Musterverfahrens zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche in Anspruch nehmen möchten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Gerne besprechen wir mit Ihnen kostenfrei das mögliche weitere Vorgehen und Ihre rechtlichen Möglichkeiten.

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TV-Interview zur VW-Affäre

News

08.03.2016: Allianz-Tochter beabsichtigt VW auf Schadensersatz zu verklagen

In einem Bericht von Spiegel-Online vom 08.03.2016 heißt es: „Die Allianz werde sich über ihren Vermögensverwalter AGI in den nächsten Tagen voraussichtlich an einer Sammelklage gegen den Autobauer beteiligen, heißt es aus Finanzkreisen.“

Weiterhin wurde bekannt, dass sich weitere Fonds an der gemeinsamen Klage beteiligen werden. Dies berichtet Focus-Online. Es zeigt sich somit, dass auch Großinvestoren aufgrund der zwischenzeitlich bekannt gewordenen Umstände gute Erfolgsaussichten für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen sehen. Auch wir raten unseren Mandanten an, die Verluste nicht hinzunehmen, sondern aktiv gegen VW Ansprüche durchzusetzen. So haben wir bereits eine Reihe von Klagen beim zuständigen Landgericht Braunschweig für unsere Mandanten eingereicht.

13.02.2016: Medienberichten zufolge wußte Vorstandschef Dr. Martin Winterkorn zumindest seit Mai 2014 von Ermittlungen der US-Umweltbehörden

Wie die „Bild am Sonntag“ am 13.02.2016 berichtet, soll der frühere Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG Martin Winterkorn schon frühzeitig im Mai 2014 über Untersuchungen der amerikanischen Umweltbehörden informiert worden sein. Interne Dokumente sollen dies belegen. Im Bericht der Zeitung heißt es:

„Schon im Mai 2014 wurde Winterkorn vor den Ermittlungen der US-Umweltbehörden gewarnt“

Durch diese neuen Erkenntnisse erhöhen sich die Chancen von geschädigten Anlegern Schadensersatzansprüche durchzusetzen erneut. Über diese Erkenntnisse hätten die Anleger informiert werden müssen. Da Volkswagen die Anleger nicht informierte, stehen betroffenen Anlegern entsprechende Schadensersatzansprüche zu. Daher haben wir bereits für eine Reihe unserer Mandanten Klagen beim zuständigen Landgericht Braunschweig eingereicht, um Schadensersatzansprüche unserer Mandanten durchzusetzen

Sammelverfahren und „Interessengemeinschaft Volkswagen“

In Betracht kommt hier ein gerichtliches Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG). Für ein solches Verfahren genügen bereits zehn Antragssteller. Wie das Landgericht Braunschweig in der o.g. Pressemitteilung erklärt hat, ist mit der Eröffnung des Musterverfahrens frühestens im 4. Quartal 2016 zu rechnen. Hier sollten betroffene Aktionäre jedoch die drohende Verjährung zum 18.09.2016 beachten. Vorteil eines solchen Musterverfahrens ist, dass im Falle des Unterliegens das Prozesskostenrisiko geringer ist, da in diesem Fall die Kosten teilweise auf alle Kläger verteilt werden.

Registrieren Sie sich einfach unverbindlich über unser Kontaktformular.

Weiterhin haben wir aufgrund einer großen Nachfrage von betroffenen Aktionären zur Bündelung der Aktionärsinteressen die „Interessengemeinschaft Volkswagen“ gegründet. Im Rahmen dieser Interessengemeinschaft möchten wir interessierten Aktionären in regelmäßigen Abständen die wichtigsten neuen Informationen zum Abgasskandal zur Verfügung stellen. Wir werden insoweit in regelmäßigen Abständen registrierte Aktionäre per E-Mail informieren. Dies ist für jeden registrierten Aktionär ein unverbindlicher und kostenloser Service. Registrieren Sie sich einfach über unser Kontaktformular.

Hintergründe: Abgasmanipulation

Der Volkswagen Konzern hat nach Angaben der US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) seit dem Jahr 2009 bis zum Jahr 2014 eine ausgeklügelte Software in Dieselmotoren eingesetzt, um hierdurch Schadstoffmessungen zu manipulieren. Dadurch sollten Umweltvorschriften umgangen werden. Die eingesetzte Software war in der Lage zu erkennen, ob gerade ein Abgastest durchgeführt wurde und passte in diesem Fall das Motorverhalten derart an, dass die zulässigen Abgashöchstwerte nicht überschritten wurden. Im alltäglichen Fahrbetrieb jedoch wurden diese Abgashöchstwerte nach Angaben der EPA teilweise wohl um das 10- bis 40-fache überschritten. Der ehemalige Vorstandschef Martin Winterkorn hat mittlerweile in einer Videobotschaft einen Großteil der Vorwürfe bestätigt.

Die EPA-Chefin Gina McCarthy bezeichnete die Vorgänge als illegal und eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit. Die EPA hatte die Ermittlungen schon im Mai 2014 eingeleitet. Dem Volkswagenkonzern drohen nun Strafen in den USA in Milliardenhöhe. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass auch Fahrzeuge in Europa nach Angaben des Bundeverkehrsministeriums betroffen sind. Millionen Autos sind betroffen. Der Schaden, der durch den eklatanten Imageverlust für die Marke droht, lässt sich momentan nicht ansatzweise abschätzen oder beziffern.

Personelle Folge war, dass der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn am 23.09.2015 zurückgetreten ist. Sein Nachfolger ist Matthias Müller. Weitere Vorstände von Audi und Porsche müssen ebenfalls gehen. Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat sind auch die Marken Audi und Skoda betroffen.

Kursverluste für Aktionäre

Weitere gravierende Konsequenz nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe ist ein Kurseinbruch der VW-Aktien. So hatten die Stammaktien am 18.09.2015 noch einen Kurswert in Höhe von knapp 164,00 €. Innerhalb kürzester Zeit sackte der Börsenwert teilweise auf unter 112,00 € ab. Der Schaden für die Aktionäre ist immens und dürfte viele Kleinanleger in finanzielle Nöte bringen. Gleiches gilt für Vorzugsaktien, die teilweise unter 100,00 € fielen.

Schadensersatzansprüche / Rückabwicklung für Aktionäre nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) möglich

Angesichts der offensichtlich vorsätzlichen Manipulationen und Irreführung der Öffentlichkeit müssen geschädigte Anleger den eingetretenen Schaden jedoch nicht widerstandslos hinnehmen, sondern es besteht die Möglichkeit Schadensersatz von Volkswagen zu fordern. Die bisherigen Erkenntnisse und Eingeständnisse von VW zeigen auf, dass es sich offenbar um gezielte Manipulationen gehandelt hat und diese im Konzern seit längerem bekannt waren. Es handelt sich hierbei um Insiderinformationen gemäß § 15 WphG, die mitteilungspflichtig sind. Werden solche Insiderinformationen nicht veröffentlicht, gibt § 37 b WphG Anlegern die Möglichkeit Schadensersatz zu fordern. Dies gilt zumindest für solche Anleger, die Aktien seit Beginn der Manipulationen erworben haben.

Der Bundesgerichtshof hat in einem ähnlichen Fall bereits im Jahr 2011 entschieden, dass Anleger nicht nur den Kursdifferenzschaden geltend machen können, sondern eine komplette Rückgängigmachung fordern können, um somit Verluste zu vermeiden. Es kann der gezahlte Kaufpreis gefordert werden.

Aktionäre, die seit dem Jahr 2009 bzw. 2008 VW-Aktien erworben haben, sollten daher ihre möglichen Ansprüche von einem erfahrenen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen.

Herr Rechtsanwalt Wöhrle von der Rechtsanwaltskanzlei Wöhrle & Schick ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und ist Ihr Ansprechpartner in diesem Bereich. Er informiert Sie gerne über das mögliche weitere Vorgehen und Ihre möglichen Ansprüche. Rufen Sie uns einfach unter der Nummer 0671/2983260 an oder senden Sie eine E-Mail an woehrle@ws-anwaelte.de

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