Volkswagen AG: Rechte als Autokäufer

Volkswagen – Ihre Rechte als Käufer in der Manipulationsaffäre!

Von der Manipulations-Affäre von Volkswagen sollen in Deutschland ca. 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen sein. Volkswagen hat sich offenbar dazu entschieden, bei Dieselmotoren bestimmte Software einzubauen, welche die Abgaswerte auf dem Prüfstand niedriger erscheinen lassen. Denn Abgaswerte und Verbrauch sind heute erhebliche Verkaufsargumente beim Autokauf.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind Fahrzeuge mit einem Euro-5-Dieselmotor, die zwischen 2007 und 2013 produziert wurden, davon betroffen. Betroffen sind Diesel-Motortypen EA 189 mit 1,6- und 2-Liter Hubraum. Die betroffenen Motoren sind auch in Fahrzeugen von Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge, Seat und Skoda eingebaut worden.

Ist Ihr Fahrzeug davon betroffen?

Wenn Sie wissen möchten, ob auch Ihr Auto von den Manipulationen betroffen ist, so können Sie dies über den folgenden Link http://info.volkswagen.de/de/de/home.html?tab=check-own-car überprüfen. Bitte geben Sie hierzu Ihre Fahrzeug-Identifiaktionsnummer (FIN) ein. Diese finden Sie im Fahrzeugschein, in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder im unteren Bereich der Windschutzscheibe.

Über diesen Link können Sie ebenfalls erfahren, ob Ihr Audi-Fahrzeug davon betroffen ist:

Sollte Ihr Fahrzeug davon betroffen sein, kontaktieren Sie uns gerne. Nutzen Sie dazu unsere kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung!

Ansprüche gegen den Verkäufer

Außer Ansprüchen gegen den Hersteller Ihres mangelhaften Diesel-Fahrzeugs, nämlich Volkswagen selbst, bestehen gegebenenfalls auch Ansprüche gegen den Verkäufer.
Gegenüber dem Verkäufer – der wahrscheinlich von diesen Täuschungen nichts gewusst hat – bestehen insofern Ansprüche aus dem sog. Mängelgewährleistungsrecht.

Diese manipulierten Motoren stellen einen Sachmangel im Sinne des § 434 BGB dar. Das heißt, dass die tatsächliche Eigenschaft des Fahrzeugs nicht der eigentlich geschuldeten Eigenschaft entspricht, weshalb der Verkäufer bzw. der Hersteller zur Nachbesserung nach § 439 BGB verpflichtet ist.

Die Fahrzeuge weisen gravierende Mängel im Sinne des § 434 BGB auf, sofern diese tatsächlich mehr Schadstoffe, nämlich Stickstoffoxide, ausstoßen als in der Produktdarstellung angegeben. Die zulässigen Grenzwerte für die Schadstoffemissionen sind in europäischen Abgasnormen festgelegt und bei einer Typengenehmigung einzuhalten. Mit der von VW genutzten Software wurden die Stickoxidwerte im Prüfstandlauf „optimiert“. Das ist nach der europäischen Fahrzeugemissionen-Verordnung nicht zulässig (Art. 5 Abs. 2 VO (EG) 715/2007).

Im Moment ist es noch fraglich, ob es dem Verkäufer bzw. Hersteller überhaupt möglich sein wird, den Mangel zu beseitigen. Wenn ihm dies nämlich nicht gelingt, so könnte der Käufer eines manipulierten Wagens den Kaufpreis mindern, also Teile des Kaufpreises zurückverlangen.

Wenn es ganz gravierende Abweichungen von der Beschreibung des Kfz gibt, können Sie als Käufer auch das Recht auf Rücktritt vom Kaufvertrag haben. Das heißt, dass der Kaufvertrag rückabgewickelt wird, Sie erhalten also Ihr Geld zurück und müssen im Gegenzug den Wagen zurückgeben. Dabei wäre allerdings auf Käuferseite auch eine Nutzung zu berücksichtigen, die wiederum auf den Kaufpreis anzurechnen sind.

Besonders zu beachten sind dabei die engen Verjährungsvorschriften, die gegebenenfalls schon abgelaufen sein können.

Ansprüche gegen den Hersteller

VW-Fahrer, deren Auto tatsächlich andere Abgaswerte aufweist, als beim Kauf angegeben, können sich beim Hersteller auf die Gewährleistung berufen.
Aufgrund des Verschuldens es Herstellers greifen die gesetzlichen Schadensersatzansprüche der Käufer. Als Schaden könnte zum Beispiel ein geringer Wiederverkaufswert denkbar sein. Ebenso sind weitere Kosten für den Käufer denkbar, wenn am Fahrzeug technische Änderungen vorzunehmen sein sollten.

Gegenüber Volkswagen ist ebenfalls daran zu denken, dass der Kaufvertrag aufgehoben rückabgewickelt werden muss, wenn für den Käufer der tatsächliche Abgaswert für den Kauf ausschlaggebend war.

Aufgrund des Verschuldens gelten hier längere Verjährungsfristen.

Wichtig auch für den Käufer: die für die Tätigkeit eines Anwalts in dieser Sache entstehenden Gebühren können bei dem Hersteller VW am ehesten geltend gemacht werden.

Frau Rechtsanwältin Rieder von der Rechtsanwaltskanzlei Wöhrle & Schick berät Sie gerne und ist Ihre Ansprechpartnerin in diesem Bereich. Sie informiert Sie gerne über das mögliche weitere Vorgehen und Ihre möglichen Ansprüche. Rufen Sie uns einfach unter der Nummer 0671/2983260 an oder senden Sie eine E-Mail an rieder@ws-anwaelte.de

TV-Interview zur VW-Affäre

Die neuesten Entwicklungen

Wie die Zeitschrift „Die Welt“ am 03.11.2015 berichtet hat, sind nunmehr auch andere Fahrzeuge von einer Manipulation der CO2-Angaben und damit der Verbrauchsangaben betroffen (http://www.welt.de/wirtschaft/article148405913/Porsche-stoppt-Verkauf-des-Cayenne-Diesel-in-USA.html).

Dabei soll es sich um rund 800.000 Autos handeln, die einen höheren Treibstoffverbrauch haben und mehr an CO2 ausstoßen als in den Herstellerangaben angegeben.
Auch bei einer kleinen Zahl von Benzinern mit Zylinderabschaltung wurden einem Sprecher zufolge Unregelmäßigkeiten festgestellt. Der Motor 1,4 TSI ACT kommt unter anderem im Polo, im Golf und im Seat Leon zum Einsatz. Die Rede ist von 98.000 Benzinfahrzeugen.

In der Pressemitteilung vom 03.11.2015 http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/11/Stellungnahme_des_Aufsichtsrates.html hat Volksawagen angekündigt, dass der Aufsichtsrat auch weiterhin bemüht sei eine zügige und sorgfältige Aufklärung zu leisten.

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